Was ist eine Gefährdungs-Analyse?

Eine Gefährdungsanalyse beschreibt das Vorgehen bei der Umsetzung der Vorgaben der Trinkwasserverordnung sowie der Hinweise gemäß DVGW W 1001 bei einer Legionellenkontamination. Sie dient der „systematische Ermittlung von Gefährdungen“ im Trinkwassersystem.

Im Zuge der Erstellung der Gefährdungsanalyse sind „mögliche Gefährdungen für den Normalbetrieb“ der Wasserversorgung zu identifizieren, zu ermitteln und hinsichtlich erkennbarer Gefahrenstellen zu beurteilen.
Dabei sind insbesondere die allgemein anerkannten Regeln der Technik, die anzuwendenden DIN-Normen, DVGW-Arbeitsblätter und VDI-Richtlinien zu berücksichtigen. 

Grundlage für eine Gefährdungsanalyse ist eine Ortbesichtigung zur Beurteilung der vorliegenden Anlagentechnik und der daraus resultierenden Feststellung von erkennbaren Mängeln, Einschätzung von Risiken für Schädigung der Gesundheit, sowie notwendige Abhilfemaßnahmen zu verifizieren.  

Neben der Ortsbesichtigung ist die Prüfung vorliegender/vorhandener Dokumente, wie z.B. Baupläne, Planungsunterlagen der Anlagentechnik einschl. techn. Berechnungen, Wartungs- und Bestandsunterlagen, Betriebs- und Wartungspläne, mikrobiologische Untersuchungen, Überprüfung der wichtigsten Betriebsparameter (insbesondere Temperatur) etc. weiterer Bestandteil der Gefährdungsanalyse.
 

 Ziel der Gefährdungsanalyse ist die Gesamtbewertung und Zusammenführung der Ergebnisse mit Ableitung von Maßnahmen und soweit als möglich die zeitliche Periodisierung zur Wiederherstellung eines regelkonformen Betriebs der Trinkwasseranlage.